Karosserie/Exterieur
CFK-Technologien finden bereits in internen Karosserie-Projekten ihre Anwendung. Unsere Materialdatensammlung, die in einem Zeitraum von über 15 Jahren entstanden ist und systematisch aufbereitet wurde, hat im Laufe der vergangenen 10 Jahre dazu beigetragen, dass imat-uve seine Entwicklungskompetenz u.a. auf differenzierte Faserverbunde bei der Bauteilentwicklung des Fahrzeuginterieurs und des Exterieurs sowie tragender Karosserieabschnitte konzentrieren konnte.
Konkret beinhaltet dies heute die Berechnung, Konstruktion und Absicherung von Leichtbauteilen auf Basis von u.a. Carbonfaserverstärkten Kunststoffen und deren Verbindungs- und Fügetechniken. Kohlenstofffasern sind industriell hergestellte Fasern aus kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien, die durch Pyrolyse in graphitartig angeordneten Kohlenstoff umgewandelt werden. Man unterscheidet isotrope und anisotrope Typen: isotrope Fasern besitzen nur geringe Festigkeiten und geringere technische Bedeutung, anisotrope Fasern zeigen hohe Festigkeiten und Steifigkeiten bei gleichzeitig geringer Bruchdehnung.
Eine Kohlenstoff-Faser hat einen Durchmesser von etwa 5-8 Mikrometer. Üblicherweise werden 1.000 bis 24.000 Einzelfasern (Filamente) zu einem Bündel (Roving) zusammengefasst, das auf Spulen gewickelt wird. Die Weiterverarbeitung erfolgt zum Beispiel auf Webmaschinen oder Wirkmaschinen zu textilen Strukturen. Als Kurzschnittfasern können sie Polymeren beigemischt werden und über Extruder- und Spritzgussanlagen zu Kunststoffbauteilen verarbeitet werden.
Neben diesen Niederfilament-Typen gibt es auch sogenannte Heavy Tow-Typen mit 120.000 bis 400.000 Einzelfasern, die hauptsächlich zu Kurzschnittfasern, aber auch zu textilen Gelegen weiterverarbeitet werden. Es ist auch möglich, solche HeavyTows mit Subtows z. B. in der Form von siebenmal 60.000 Einzelfilamenten herzustellen.
